Unter Schafen


Geburt der Lämmchen und Schafschur 2017

Beides lag in diesem Jahr zeitnah beieinander. So wurden in diesem Jahr die Lämmchen unserer kleinen Herde außergewöhnlich spät geboren.

Normalerweise passiert dieses Ereignis bereits im noch kühlen Frühjahr. Doch Lämmchen und Mütter haben sich hervorragend gehalten. Allen geht es gut.

 

Auch Lars, inzwischen schon der Hoffrisör bei unseren Schafen, stellte sich ein, um die Damen von ihrer Wolle zu befreien. Wie immer bewältigte er unsere kleine Herde und die einiger Bekannter ohne große Probleme.

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In Mitten der Kinderstube stehend bzw. in der Hocke befindlich - Steffi mit einem der diesjährigen Lämmer. Ein schöner Moment. Die Lämmchen begegnen einem mit viel Neugierde und es macht viel Spaß, ihnen bei ihren Erkundungen und Herumtollen zuzuschauen..

Leider müssen wir den Verlust eines Muttertieres verkraften. Es ist nicht leicht ein gutes Tier zu verlieren.Vor allen Dingen erscheint es erst einmal widersprüchlich, wenn Geburt und die ersten Lebenstage des Lämmchens ohne Probleme für Mutter und Lamm verlaufen sind. So haben wir in diesem Jahr wieder ein Flaschenlämmchen um das wir uns regelmäßig kümmern müssen aber auch sehr gerne wollen.

Lammzeit 2015 - eine schöne Zeit.

Der Winter liegt in den (hoffentlich)letzten zügen und jetzt ist die Zeit, in der unsere Coburger Fuchsmütter ihre Lämmer gebären.

Dieses Jahr mit besonders hübschem Erfolg (siehe Bild).

Bisher hat es keine Komplikationen gegeben und wir hoffen sehr, dass es so bleiben wird.

Nachfolgend haben wir eine kleine Bildergalerie eingerichtet mit Einblicken rund um die Schafsmütter und ihre Lämmer.

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Unsere kleine Herde Schafmütter hat Zuwachs bekommen. Heute holten Stefanie und ihre Nachbarin Anne den "Neuen" bei einem Züchter ab. Gemeinsam wurde das Tier  den Damen vorgestellt. Die Neugierde war erst nur bei den Müttern groß, während das Böckchen etwas verängstigt wirkte. Doch das gab sich bei soviel Zuwendung von Seiten der Schafsdamen sehr schnell und schon nach kurzer Zeit lief er in der kleinen Herde problemlos mit.

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Das Kämmen der Wolle wird von einer Maschine übernommen.

Die Wolle ist gut getrocknet. Für eine weitere Bearbeitung benötigen wir nun die Unterstützung einer sehr alten Technik. Der Weg führt uns in den schönen Vogelsberg. Hier in der kleinen Stadt Grünberg, nicht weit von Giessen und Lich entfernt, finden wir die kleine Firma "Wollkämmerei-Godosar"

Uns erwartet ein "Ungetüm" von Maschine. Es scheint eine Millionen Walzen, Stachelwalzen u.a. zu geben und überall laufen Ketten und Transmissionsriemen. Dazu ist das "Ding" hinter Gittern! Der erste Blick ist beeindruckend. Wir werden von dem sympathischen Paar und Betreiber (Halter)des "Ding" empfangen, die Familie Godosar. Diese hatte die Maschine von dem Vater von Jörg Godosar irgendwann einmal übernommen, saniert und wieder in Betrieb genommen.

Mit lautem Getöse wird sie jetzt zum Leben erweckt. Über die nachfolgende Fotostrecke mehr zum eigentlichen Kämmen unserer Wolle

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Es darf gefärbt werden!

Die Wolle ist trocken und sauber. Sie hat die ganze Prozedur des Reinigen ohne zu verfilzen überstanden. Nun geht es an das Färben. Hierfür verwenden wir Einkochkessel. Diese können die eingestellte Temperatur problemlos halten. Denn das ist im Färbeprozess sehr wichtig. Temperatur und Zeit. Nachdem der gewünschte Farbton gemischt und im Kessel aufgeköst wurde, wird nun die Wolle über eine festgelegte Zeit eingeweicht. Ist diese abgelaufen, erfolgt ein Nachspülen und das anschließende Fixieren. Nach dem Trocknen ist die Wolle bereit um gekämmt zu werden. Darüber später mehr.

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Erster Schritt nach dem Scheren: Säubern, waschen und trocknen...

Nachdem nun unsere Schafe ihre Wolle gelassen haben, sind wir mit der weiteren Verarbeitung an der Reihe. Zuerst wird der grobe Schmutz entfernt und danach wird die Wolle über mehrere Tage in klarem, weichem Wasser eingeweicht. Dabei wird sie sanft mit einem Wäschestampfer bearbeitet. Täglich muss nun das Wasser in den Behältern erneuert werden.

Nach acht bis zehn Tagen kommt der große Waschtag. Die zuvor eingeweichte Wolle wird nun mit einem Wollwaschmittel schonend behandelt und ausgespült. Damit sie anschließend nicht mehr zu naß ist, wird sie in einer Wäscheschleuder geschleudert, aufgelockert und dann zum Trocknen auf Gestelle ausgebreitet. Zur Not muss jetzt auch die Hollywood-Schaukel herhalten.

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Über die nächsten Schritte der Verabeitung wie z.B. das Färben und Kämmen berichten wir dann später.

Unsere Coburger Fuchsschafe
Unsere Coburger Fuchsschafe

Die Lammzeit ist nun vorbei. Damit endet auch für uns und für den Moment die ständige Anspannung, unter der wir die letzten Wochen während der Lammzeit gestanden haben.

Denn mit jedem Wurf stellten wir uns die Frage, ob denn alles gut gehen wird ?!

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Überwiegend verliefen die Geburten ja reibungslos. Nur in einem Fall musste zugefüttert werden da die Mutter für dieses Lämmchen keine Milch vorhielt. Doch wenn Stefanie bis zu viermal täglich mit der Flasche zum Füttern erschien und nach dem Lämmchen rief, dann kam dieses auch sofort angerannt ...

Beim Füttern
Beim Füttern

Coburger Fuchsschafe sind eigentlich sehr anspruchslos. Doch die Klauen müssen wie bei allen Schafsrassen, regelmäßig geschnitten werden. Die geschah jetzt auch bei unseren Tieren. Dabei erhielten wir tatkräftige Unterstützung beim Einfangen bzw. Anlocken.

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