Schweinewissen


Bentheimer Landschwein oder buntes Bentheimer Landschwein
Bentheimer Landschwein oder buntes Bentheimer Landschwein

Das Bentheimer Landschwein bzw. das bunte Bentheimer Landschwein gehört zu den heute aussterbenden aber ehemals bewährten Haustierrassen. Ursprünglich aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland kommend erlebte diese Rasse in den 50 er Jahren des letzten Jahrhunderts seine Blütezeit.

 

In dieser Zeit waren zumeist Bäuerinnen für die Versorgung der Schweine zuständig. Das Bentheimer Landschwein war bei ihnen sehr beliebt da es sich durch ihr genügsames, robustes und stressarmes Wesen auszeichnete.

Ein Muttertier mit Ferkel
Ein Muttertier mit Ferkel

Ferner gelten sie als sehr vermehrungsfreudig. Die Muttereigenschaften sind stark ausgeprägt. Das Ferkeln geht in der Regel problemlos von statten.

Junger Wurf unter Rotlicht
Junger Wurf unter Rotlicht

Um 1850 wurde in Norddeutschland in die Rasse des Marschschweins Varianten des europäischen Landschweins eingekreuzt. Der Berkshire Eber war ebenso darunter wie Eber aus den Rassen der Cornwallschweine aus England und aus norddeutschen Gegenden wie Bentheim, Cloppenburg, Emsland und Wettringen.

 

Nur Ferkel mit bunter Zeichnung und Schlappohren wurden zur Zucht weiterverwendet. So entstand die heutige Zeichnung der Tiere die sich aber auch ganz vereinzelt auch durch Zeichnungen mit gelb rötlicher Farbe und schwarzen Flecken darstellen konnte. Woher diese farbliche Erweiterung gekommen ist konnte bis heute nicht geklärt werden. Verantwortlich gemacht werden ungewollte Deckungen zum Beispiel mit Wildschweinen.

 

Das Fleisch des Bentheimer Landschweins ist fettreicher bei einem höheren Speckanteil. Besonders der intramuskuläre Fettanteil ist stärker ausgeprägt. Das führt zu einem sehr guten Geschmack. Inzwischen wird das Fleisch wieder gehäuft nachgefragt. Insbesondere in der gehobenen Gastronomie wird es auf Grund dieser sehr guten Eigenschaften wieder bevorzugt eingesetzt.