Vorbereitungen


Der letzte Honig wurde bei den meisten Imkern den Wirtschaftsvölkern entnommen. Die Behandlung gegen den Schädling Nummer eins, die Varoa-Milbe, durchgeführt und die Völker gefüttert.

Unsere Bienen sind noch so genannte Ableger. Also schwache Völkchen.

Aber auch die müssen auf den Winter vorbereitet werden. Schon länger hat Dieter den Varoabefall der Bienen überwacht. Nun wurden beide Völker erstmals mit Ameisensäure behandelt.

Obwohl unter Einsatz eines recht schonenden Verfahrens, sterben immer wieder nicht nur die Milben nach der Behandlung.

Es ist also wichtig, die Völker nach der Aktion durchzuschauen.

Dabei wird z.B. auf die Volksstärke geachtet und auf das, was die Bienen auf den Rähmchen gebaut haben. Wieviel Brut ist vorhanden und wieviel Vorräte wurden bereits angelegt? Lebt die Königin noch? Denn auch sie könnte bei der Varoabehandlung Schaden genommen haben.

Ein besonderes Augenmerk gilt den angelegten Vorräten.

Wie sagte einmal ein erfahrener Imker: Erfroren ist noch kein Bienenvolk aber verhungert.

Das sollte unbedingt vermieden werden! Anders als bei den Wirtschaftsvölkern, also den Völkern, deren Honig über das Jahr abgeschöpft wird, behalten die Ableger den gesammelten Honig. Aus diesem Grund werden die Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit auch erst Ende August-Anfang September getroffen. Sie erhalten jetzt noch zusätzlich Futter angeboten, da die Tracht in der Natur bereits schon stark zurück gegangen ist. Wieviel eingefüttert werden muß, bestimmt die Methode, nach der der Bedarf ermittelt wird. Vorwiegend richtet man sich nach Gewichtsvorgaben der Beuten. Aber schon bei der Durchsicht lässt sich feststellen, ob und wieviel Platz für Futter vorhanden ist.

Auf dem Bild oben schön zu sehen die Königin (im roten Kreis)

Auf nebenstehendem Bild seht ihr eine Einrichtung zum Füttern. In den hellen Kasten wird Flüssigfutter gegeben. Unter dem dunklen Kästchen in dem hellen Kasten ist eine Verbindung zur Beute nach unten und dort grabbeln die Bienen von unten nach oben und trinken den Sirup aus dem hellen Kasten.

Das kleine Kästchen verhindert, dass die Bienen in der Flüssigkeit ertrinken können.

Etwa 5Kg Flüssigfutter wird in die Futterzarge eingebracht. Ratet mal wie lange die Tiere benötigen, um diese zu leeren?

Sie brauchen in der Regel ein bis zwei Tage bis der gesamte Kasten geleert und durch die Bienen sauber geputzt ist.